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22.12.2012 20:22
VG Köln, Urt. v. 06.12.2012, Az.: 6 K 2684/12, - Täuschung bei der Dissertation: FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos verliert Doktortitel -
Die gerichtliche Klage seitens Margarita Mathiopoulos gegen die Aberkennung ihrer Doktorwürde ist erfolglos.

Das VG Köln hat erkannt, daß in Fällen, da in einer Dissertation Passagen wörtlich aus fremden Werken in weitem Umfang übernommen werden, wobei die nach den Grundsätzen wissenschaftlicher Arbeit zu fordernde Kennzeichnung unterbleibt, der erteilte Doktorgrad nachträglich aberkannt werden kann. Dies gilt jedenfalls dann, wenn anzunehmen ist, daß hinsichtlich der Verwendung fremder Werke eine Täuschung begangen und verschleiert wird, daß große Teile einer Doktorarbeit abgeschrieben sind.  Eine entsprechende Entscheidung der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wonach Frau Margarita Mathiopoulos der verliehene Doktortitel nachträglich aberkannt wurde, fand damit das Placet des Gerichts. Dieses war zur Ansicht gelangt war, daß Frau Mathiopoulos jedenfalls billigend in Kauf genommen hatte, dass der Prüfungsausschuß bei der Bewertung der Doktorarbeit hinsichtlich der geistigen Herkunft der fraglichen Passagen, einem Irrtum unterliegen würde. (Quelle: VG Köln, Urt. v. 06.12.2012, Az.: 6 K 2684/12)